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Geographie

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}}

Geographisch gehört Island zu , geologisch zugleich zu Europa und Nordamerika, geopolitisch zu den und kulturell zu , insbesondere zu .

Der Inselstaat befindet sich südöstlich von . Nordöstlich liegt die Insel , östlich befindet sich , südöstlich liegen die , und .

Zwischen Grönland und Island liegt die . Nördlich von Island liegt die , östlich das , ersteres ein Nebenmeer des , letzteres des Atlantischen Ozeans. Südlich beginnt der .

Die Fläche Islands beträgt 103.125 km², davon sind 100.329 km² Landfläche und 2.796 km² Wasserfläche. Der längste Fluss ist die mit 230 km. Die höchste Erhebung der Insel ist der mit 2110 m. Die beläuft sich auf rund 4.970 km.

Geologie

Island liegt auf dem und damit sowohl auf der als auch auf der , wobei sich die Plattengrenzen von Südwesten nach Nordosten in etwa diagonal über die Insel ziehen. Die Platten entfernen sich jährlich etwa 2 cm voneinander. Ein unter der Insel, der sogenannte , sorgt für ständigen Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, weshalb die Insel nicht auseinanderbricht. Die aktiven sind in etwa 30 e eingeordnet.

Island vergletscherte in den fast vollständig. Nach einer Wärmeperiode war die Insel fast gletscherfrei, bevor es vor etwa 1000 Jahren begann, wieder kühler zu werden. Heute bedecken wieder 11,1 Prozent der Landesoberfläche. Der Gletscher mit s größtem Eisvolumen ist der . Seine Eiskappe ist bis zu 1000 m dick.

Im Jahr 2010 brachte der Vulkan mit seiner Aschewolke den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas zum Erliegen.

Landschaftsbild

Die Landschaft ist durch und Wasserreichtum geprägt. So gibt es zahlreiche, zum Teil aktive , , und . Darunter ist mit dem der energiereichste Wasserfall Europas, gemessen am Wasservolumen pro Sekunde × Fallhöhe. Das im Zentrum der Insel bildet eine -Wüste und ist nahezu unbewohnt. Eine Vielzahl von prägen das Gesicht der Insel.

Die ist im Bereich der stark zerfurcht. Neben der Hauptinsel gibt es eine Reihe kleinerer , darunter die Westmännerinseln (). Diese bewohnte Inselgruppe südlich der Hauptinsel umfasst vierzehn Inseln, dazu n und Felsen.

Klima

Das Klima ist kühl, geprägt vom relativ warmen (5 ) an der Südküste und vom kalten an der Nordost- und Südwestküste. Die Niederschläge betragen bis zu 2000 mm im Jahr in den Niederungen im Süden und bis zu 4000 mm auf dem . Die geringste Niederschlagsmenge findet man auf den Hochebenen im Norden von Island (unter 600 mm).

Aufgrund des warmen s ist das Klima in Island milder als in anderen Regionen dieser . Die sind vergleichsweise mild und die eher kühl. In den letzten Jahrzehnten macht sich die durch einen leichten Anstieg der Durchschnittstemperaturen bemerkbar, was am Rückzug einzelner n bis hin zum völligen Abschmelzen kleinerer (zum Beispiel der heute verschwundene ) zu beobachten ist. Am wärmsten ist es in Island in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August/Mitte September.

Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 0 und 3 °C im Winter und zwischen 12 und 15 °C im Sommer, wobei es im Landesinneren teils deutlich kühler sein kann. Im Sommer treten in einigen privilegierten Lagen auch wesentlich höhere Temperaturen (über 20 °C) auf. Vor allem wegen des Golfstroms fällt im Süden der Insel vergleichsweise selten .

Die geringsten Niederschläge fallen in Island in den frühen Sommermonaten, wobei es hier signifikante lokale Unterschiede gibt. Im Nordosten ist es tendenziell trockener, da sich die von Süden kommenden Wolken häufig über dem 8100 km² großen Gletscher Vatnajökull ausregnen. Auch die Sonnenscheindauer ist daher etwa im Gebiet des Sees ).

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Zeitzone

In Island ist die amtliche Zeit die (UTC), also die Greenwich-Zeit, obwohl es geographisch gesehen UTC?2 beziehungsweise UTC?1 Stunde sein müsste, vgl. n. Seit 1967 gibt es in Island keine mehr.

Fauna

Durch das arktische Klima ist die Tier- und Pflanzenwelt Islands, im Vergleich etwa zu Mittel- und Südeuropa, wenig artenreich. Vor der Besiedlung durch den Menschen gab es nur Vögel, Fische, Insekten, , Polarfüchse und manchmal en, die zufällig mit einer Eisscholle von Grönland hierher getrieben waren. Mit den Menschen kamen die Haustiere, insbesondere Schafe und Pferde, aber auch Mäuse und Ratten wurden auf Schiffen eingeschleppt.

Anders als bei anderen Tierklassen ist die Vielfalt der Vögel enorm groß. Im Landesinneren leben z. B. , und das , in den Küstenregionen unzählige Seevögel.

Landsäugetiere

Der ausgerottet.

Die nordischen Siedler führten bei der Landnahme alle Nutztiere der Insel ein, darunter auch die heutigen e. Bis heute überlässt man die gut markierten Tiere den kurzen Sommer über sich selbst. Sie ziehen, innerhalb festgelegter Landwirtschaftsbezirke, frei umher. Überwinden sie jedoch die trennenden Zäune oder natürlichen Hindernisse (Flüsse, Wüsten, Berge), werden sie zur Seuchenprävention auf der Stelle getötet. Im Herbst fängt man die Tiere beim Viehabtrieb ''(Réttir)'' wieder ein. Um Überweidung zu verhindern, ist die Schafhaltung quotiert.

Ein und die Rodung der ursprünglichen wälder, mit anschließender extensiver Beweidung, hat das Landschaftsbild Islands dauerhaft verändert. 1771 brachte man 13 tiere aus ins Land und hoffte auf Vermehrung, um sie bejagen zu können oder aus ihrer Haltung anderweitig Nutzen zu ziehen. Heute leben etwa 3000 Rentiere wild im östlichen Hochland der Insel. Die erhoffte wirtschaftliche Bedeutung haben sie aber nie erlangt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man auch, den n anzusiedeln ? jedoch ohne größeren Erfolg.

Island ist die Heimat des es. Als eine von nur wenigen Pferderassen beherrscht es den , eine trittsichere, langsame bis schnelle Gangart ohne Sprungphase. Das Pferd hat also immer ein Bein am Boden, was für den Reiter sehr bequem ist und seinen Rücken schont. Islandpferde dürfen wie alle lebenden Nutztiere zwar aus-, aber nicht wieder eingeführt werden. Das soll das Einschleppen von Krankheiten sowie den Eintrag fremden Erbguts, etwa durch Föten tragender Stuten, die die reinrassige Islandpferdezucht gefährden, verhindern.

Vögel

Island ist berühmt für seine Vogelwelt, besonders die zahlreichen Vogelfelsen sind ein Magnet für Vogelbeobachter aus aller Welt. Als bekanntester Vogel Islands gilt der . An den Vogelfelsen finden sich zudem n, n, , n oder der .

Im Landesinneren trifft man auf das , den , das , das , und an Gletscherseen ist der zu beobachten. Auf den n muss man sich vor den Angriffen von und n in Acht nehmen. Drei nordamerikanische Arten, , und , haben auf Island ihr einziges europäisches Brutvorkommen., Anfang 2019: 2703 Einwohner.

Zur Verteilung der Bevölkerung auf die acht Regionen Islands siehe ''''.

Ethnien und Migration

Zwischen 1950 und 1990 betrug der anteil Islands durchschnittlich etwa 1,5 % und stieg danach bis 2003 auf 3,5 % an. Unter den Ausländern hatten zu diesem Zeitpunkt mit 18,2 % den größten Anteil (siehe auch ), gefolgt von mit 8,6 %, mit 6,0 % und n mit 5,4 %. Deutsche wurden insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren zwischen 1949 und 1951 gezielt zur Immigration angeworben, als der isländische Bauernverband in norddeutschen Tageszeitungen Stellenanzeigen für Haus- und Landwirtschaftshelfer veröffentlichte. Hintergrund war der hohe Frauenüberschuss im Nachkriegsdeutschland, während sich in abgelegenen Regionen Islands erste Folgen der Landflucht (insbesondere unverheirateter Frauen) zeigten. Benannt nach dem Schiff der ersten Überfahrt bildeten die rund 500 deutschen 'Esja'-Frauen und -Männer viele Jahre lang die größte Gruppe unter den isländischen Einwanderern, von der sich rund die Hälfte dauerhaft in Island niederließ und mit Einheimischen Familien gründete.

Die isländische Form einer Kirchensteuer, das sogenannte ?Gemeinde-Entgelt? (siehe ''''), geht an die staatlich anerkannte religiöse Gemeinschaft oder weltlich-humanistische Gruppierung, als deren Mitglied die Person registriert ist.

Sprache

Die isländische Sprache ist die einzige einheimische Sprache des Landes. Sie ist de facto , wurde allerdings nie offiziell dazu erklärt. Isländisch ist eine und ist wie alle diese vom styp mit zusätzlicher (wie sie auch im Deutschen existiert). Das Isländische hat unter allen germanischen Sprachen besonders reiche (Bildung von Wortformen) bewahrt. Entwickelt hat sie sich aus dem . Noch heute können Isländer Texte aus den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung des Landes ohne größere Probleme lesen, da sich die seit der Einwanderung vor über 1100 Jahren kaum geändert hat. Erklärt wird das mit der isolierten Lage der Insel im . Die hat sich in dieser Zeit jedoch durchaus gewandelt.

Das isländische Alphabet hat 32 Buchstaben, darunter auch einen werden Umlaute wie Ö als selbstständige Buchstaben behandelt und daher auch nicht bisweilen als Oe umschrieben und einsortiert.

Der ist dafür verantwortlich, dass in der Regel durch isländische Wortschöpfungen ersetzt werden. Dieses Bemühen verhindert jedoch nicht, dass in n oft neben dem isländischen Begriff auch Entsprechungen vorkommen.

Namen

In Island sind die Vornamen der wichtigste Teil des Namens. n sind selten. Stattdessen tragen die Isländer den , seltener Mutternamen, mit dem Zweitglied ''-dóttir'' (?-tochter?) oder ''-son'' (?-sohn?). Ein isländischer Junge, der der Sohn von ist und den Namen bekommen soll, heißt mit vollem Namen Ólafur (Sohn des Jón), seine Schwester hieße Sigríður (Tochter des Jón).

Diese Namen werden auch bei der Eheschließung beibehalten. In den Familien werden die Vornamen oft weitergegeben. Um Verwechslungen zu vermeiden, erhalten die Kinder oft mehrere Namen. Wenn man sich mit ?Ich heiße ?? vorstellt, kommt häufig die Gegenfrage ?Wessen Sohn/Tochter?? Damit wird auch nach der Familie gefragt. Viele Isländer können ihre Abstammung über 1000 Jahre bis zur Zeit der zurückverfolgen.

Geschichte

Mittelalter

Als Entdecker Islands gilt der schwedische , der um 870 in in Nordisland überwinterte und die Insel nach sich selbst ''Garðarsholmur'' (Gardarsholm) benannte.

Der nächste Entdecker fuhr aus, um mit Hilfe dreier Garðarsholmur (Island) zu finden. Ein Bericht über diese ausgefallenen Navigationsmethoden findet sich im .

Nach den schriftlichen Quellen wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Auswanderer aus Norwegen und anderen zurück.

Während andernorts in Europa Monarchen herrschten, steht am Anfang der isländischen Geschichte die einzigartige Entwicklung eines Gesellschaftssystems. Nach der im des s ist das als Versammlung gleichgestellter zusammen mit dem färöischen eines der ersten parlamentarischen Systeme in Europa. Die sowohl als auch Versammlung trat alljährlich in zusammen. Eigentliches Entscheidungsorgan war dabei die , die Versammlung der Goden. Zunächst waren es 36 an der Zahl, dann 39. Seit der Ernennung von Bischöfen für Island (1056) kamen diese noch hinzu. Bei Diskussionen und Verhandlungen, die jeder Entscheidungsfindung vorangingen, wurden die Goden von je zwei Assistenten unterstützt. Daneben waren sie auf die Unterstützung ihres Gefolges freier Männer angewiesen. Unfreie, die einen erheblichen Teil der Bevölkerung bildeten, Frauen und Kinder nahmen am demokratischen Prozess nicht teil.

Das Godentum, das sich im Zuge der durch 400 norwegische Häuptlingsfamilien entwickelt hatte, überdauerte fast 300 Jahre. Es endete erst mit der Unterwerfung durch die Norweger im Jahre 1262. In diesem Zusammenhang spielte der in beheimatete  ? eine der wichtigsten politischen Persönlichkeiten dieser Zeit ? eine entscheidende Rolle.

Der Sage nach entdeckte im Jahr 982 n. Chr. von Island aus . Tatsächlich war der erste Seefahrer, der nach Ostgrönland segelte, , nach ihm folgte , der dort sein Winterquartier aufschlug. Immerhin umrundete Erik der Rote die Südspitze der Insel und erreichte so die grönländische Westküste.

Im Jahre 1000 landete der an der Nordspitze von und gründete dort eine ? nicht dauerhafte ? Ansiedlung an der Stelle des heutigen . Schon etwas früher hatte den neuen Kontinent entdeckt. Er hatte sich verirrt, sah die amerikanische Küste, landete aber nicht, sondern kehrte nach Grönland zurück. Im selben Jahr beschlossen die Isländer durch das in Þingvellir die Annahme des s.

1262 kam Island unter norwegische Herrschaft. 1380 kam Norwegen unter dänische Herrschaft; 1397 entstand die , und Island wurde mit Norwegen unter Krone regiert.

Neuzeit

Im Jahre 1552 wurde in Island auf Anordnung des dänischen Königs die durchgesetzt.

Lange blockierten , erst norwegische, später dänische, die wirtschaftliche Entwicklung Islands. Der vom 14. Januar 1814 besiegelte noch einmal die dänische Oberhoheit. Das alte Mutterland Norwegen fiel zwar an , konnte sich aber auf den Weg in die Unabhängigkeit machen. Mit der Rückbesinnung auf die alten Traditionen, dem Wiederaufleben des Althings und dem Durchbrechen der Handelsbeschränkungen beging Island 1874 mit einer eigenen Verfassung die Tausendjahrfeier der Landnahme.

Ab 1882 galt für Frauen bei der Teilnahme an lokalen Wahlen ein beschränktes Wahlrecht: der König stimmte einer Erweiterung des Wahlrechts zu, sodass Witwen und auch unverheiratete Frauen, die einem Farmhaushalt vorstanden oder sonst einen unabhängigen Haushalt führten, das aktive und passive Wahlrecht bei Lokalwahlen erhielten.

1911 wurde die gegründet. Vorher mussten Isländer zum Studium ins dänische Mutterland übersiedeln bzw. wurden gehobene Positionen auf Island von gebildeten Dänen besetzt. Dänisch war bis weit ins 20. Jahrhundert Zweitsprache auf Island.

1917 kam es zur ersten isländischen Regierungsbildung. 1918 wurde Island unabhängig, verblieb aber in mit Dänemark; Islands Flagge wurde erstmals offiziell gehisst.

1920 wurde das allgemeine Wahlrecht ab 25 Jahre eingeführt.

Am 1. September 1939 begann der verstärkt und größtenteils ersetzt.

Am 17. Juni 1944 wurde die Republik Island () ausgerufen. Dänemark stand zu dieser Zeit noch unter . Seit 1946 ist Island Mitglied der , und es war 1949 ein Gründungsmitglied der . Islands Beitrag zum Verteidigungsbündnis besteht darin, eingegrenzte Gebiete seines Territoriums zwecks militärischer Nutzung kostenlos zu verpachten. Während des Kalten Krieges spielte Island eine wichtige strategische Rolle als Stützpunkt für Marine- und Luftwaffeneinheiten der NATO, um im Kriegsfall vor allem sowjetische U-Boote vom Eindringen in den Atlantik abzuhalten (siehe auch ). Die bedeutendste Niederlassung fremden Militärs auf Island war bis 2006 die Marineluftwaffenbasis in , die hauptsächlich von US-amerikanischem Personal, aber auch von Dänen und Norwegern betrieben wurde. Nach 2006 wurde die militärische Präsenz von NATO-Partnern auf ein Minimum reduziert. Die Dauerpräsenz der amerikanischen war in Island jahrzehntelang ein innenpolitischer Streitpunkt.

Seit 1994 ist Island Mitglied des (EWR).

21. Jahrhundert

2001 setzte Island das , 16. Juli 2009.</ref>

Am 24. Februar 2010 empfahl die EU-Kommission die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen.

Politik

Staatsaufbau

Island ist seit dem 17. Juni 1944 eine unabhängige parlamentarisch-demokratische (siehe ). Das , die , besteht aus 63 Abgeordneten. Die ist in Island zweistufig gegliedert. Die Bezirksgerichte bilden die untere Ebene. Das Obergericht , der oberste Gerichtshof, fungiert auch als Verfassungsgericht. Staatsoberhaupt ist der , seit 2016 . Die Regierungsgeschäfte führt der .

Seit der regierte das Land eine Koalition aus der (bäuerliche Mitte) und der liberal-konservativen , zunächst als und seit dem Rücktritt von Premierminister (Fortschrittspartei) Anfang April 2016 als .

Im Herbst 2016 fanden vorgezogene Neuwahlen statt,

Die Koalition wurde bei der bestätigt. Intern verschoben sich aber die Verhältnisse weg von den Linksgrünen zur Fortschrittspartei, die mit 17,3 % vom '''' aufgrund der starken Zugewinne als ?der unbestrittene Wahlsieger? bezeichnet wurde, obwohl die konservative Unabhängigkeitspartei, die ebenfalls an der Koalition beteiligt ist, mit 24,4 % nach wie vor stärkste Kraft ist. 7,6 % (2004)

Wirtschaft

Allgemeines

Island war bis in das 20. Jahrhundert ein landwirtschaftlich geprägtes Land. Bei einer im Jahr 1703 waren 69 % der Bevölkerung ausschließlich in der tätig, 30 % betrieben neben der Landwirtschaft noch . Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte dann der Übergang zur Hochseefischerei. Die Landbevölkerung fand hier neue und so war 1901 nur noch die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. 2008 arbeiteten nur noch etwa 4,8 % der isländischen Bevölkerung im primären Sektor, in der Industrie arbeiteten etwa 22,2 %, im Dienstleistungssektor 73 % der Beschäftigten. Mit 2,8 % im Jahr 2017 hat Island eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten weltweit.

2005 wurde mit den n das geschlossen, das eine Freihandelszone zwischen Island und den Färöern beinhaltet.

Island war besonders von der 2007 ausgebrochenen vom 7. Oktober 2008</ref>

Am 16. Oktober 2008 gab die Regierung Islands an, eine fällige Anleihe der verstaatlichten Glitnir-Bank in Höhe von 750 Millionen US-Dollar nicht zurückzuzahlen, womit Island de facto zahlungsunfähig war.

Island war im April 2009 laut dem US-amerikanischen Ökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträger vor und das Land mit dem größten Risiko eines Staatsbankrotts.

Laut OECD-Bericht vom Mai 2010 sind Island inzwischen beträchtliche Konsolidierungen im Wirtschaftsbereich gelungen. Sie bildeten nach Einschätzung der OECD eine gute Grundlage für eine weitere wirtschaftliche Erholung und einen beginnenden Aufschwung im Jahr 2011. Die Empfehlungen der OECD-Kommission gingen dahin, 2011 weitere energieintensive Unternehmen in Island zu installieren, um die private Nachfrage anzukurbeln. Außerdem soll weiterhin der bisher erfolgreiche Kurs fiskalischer Konsolidierung verfolgt werden. Der Bankensektor hat sich stabilisiert und entsprechende Reserven in internationaler Währung sind vorhanden. Die Währungskonsolidierung wird weiter ein Ziel sein.

Im Juni 2011 kehrte Island erstmals an den internationalen Kapitalmarkt zurück. Island begann im Frühjahr 2012 vorzeitig mit der Rückzahlung sowohl des IWF-Beistandskredites in Höhe von insgesamt 2,1 Milliarden US-Dollar als auch der Kredite der nordischen Länder.

Trotz der Finanzkrise liegt das Pro-Kopf-Einkommen in Island immer noch an der Weltspitze.
Im Jahr 2017 arbeiteten nur 3 % der isländischen Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, Kern dieser ist die Nutztierhaltung, hauptsächlich Schafe, e und Rinder, 17 % waren in der Industrie erwerbstätig und 80 % arbeiteten im Dienstleistungssektor. Somit hat Island den Wandel hin zu einer vollzogen.<ref name="Fischer Weltalmanach"></ref>

Import und Export

Die Haupt­partner im Jahr 2017 waren (11 %), (9 %), die (7 %), die (7 %), die (6 %), (6 %) und das (6 %). Es wurden Güter im Wert von circa 6,9 Mrd. importiert, davon waren 13 % Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, 11 % Petrochemie, 10 % Rohstoffe, 8 % Elektrotechnik und 8 % Nahrungsmittel.

Die Haupt­partner des Landes waren die Niederlande (26 %), (14 %), das Vereinigte Königreich (9 %), Deutschland (8 %), die Vereinigten Staaten (7 %), (6 %) und Norwegen (5 %). Die exportierten Güter hatten einen Gesamtwarenwert von etwa 4,9 Mrd. US-$, Hauptexportgüter waren (41 %) und Nahrungsmittel (40 %), dazu hatte der Export von Eisen und Stahl (3 %), sonstigen Fahrzeugen (2 %) und Maschinen (2 %) einen geringfügigen Anteil am Außenhandel.<ref name="Fischer Weltalmanach"></ref>

Daraus ergibt sich ein von etwa 2 Mrd. US-$, dies entsprach im Jahr 2017 ungefähr 8,1 % des Bruttoinlandprodukts (21,2 Mrd. ?).<ref group="A">Der Betrag des Außenhandelsdefizits ergibt sich unter der Annahme des in der Quelle angegebenen Wechselkurses 1 ? = 1,17 US-$, denn somit betrug das BIP im Jahr 2017 24,804 Mrd. US-$, wovon 2 Mrd. US-$ etwa 8,1 % ausmachen.</ref>

Landwirtschaft

Ein großer Teil der Insel besteht aus Lavawüsten, die weder bewohnbar noch landwirtschaftlich nutzbar sind. Das betrifft weite Gebiete des Inlandes (). 11 % des Landes sind von bedeckt.

Die bewohnten Gebiete befinden sich hauptsächlich entlang der Küste. 20 % des fruchtbaren Landesteils werden für die (vor allem und ) genutzt. Seit 2015 nimmt die Bedeutung des Exportes von rapide zu. PMSG ist ein trächtiger n, dessen Verabreichung bei anderen Säugetieren die und den Fleischzuwachs erhöht und zudem eine zeitliche Steuerung des Geburtstermins ermöglicht. Das Hormon ist daher als Bestandteil von n in der vieler Länder zugelassen. Die Gewinnung des Hormons erfolgt aus dem der Pferde. Da Island sowohl hinsichtlich des Preises, der Qualität als auch der Haltungsbedingungen auf den großen Naturweiden optimale Bedingungen zu bieten hat, wurde das Land mittlerweile zum Hauptlieferanten Europas.

Nur 1 % der Landesfläche werden für den Anbau von oder anderen Feldfrüchten genutzt. Ein Grund sind die relativ niedrigen Sommertemperaturen, während im Winter der besonders im Südwesten für ein verhältnismäßig mildes Klima sorgt. Die Durchschnittstemperaturen betragen 11 °C im Juli und ?1 °C im Januar. Getreide ? hauptsächlich Gerste, in geringerem Umfang auch Roggen ? wird erst seit wenigen Jahren wieder auf Island angebaut, und 30 ha Fläche dienen ausschließlich dem Getreideanbau. Möhren wurden auf
einer Fläche von 5 ha angebaut, und 2017 wurden 750 t geerntet.

Die isländische Hochweidewirtschaft war bis in das 19. Jahrhundert vergleichbar mit der ''Seter''- Norwegens. Die moderne auf den natürlichen Weidegründen ist hingegen eine eigene Form des mobilen . Um die wertvollen Tieflandweiden zu entlasten, befinden sich die Schafe und Pferde im Sommer auf den Hochweiden im . Die Mutterschafe mit den Lämmern werden im Juni auf die Hochweiden getrieben oder mit Lastwagen dorthin gebracht. Die Tiere streifen während dieser Zeit frei umher. Sie folgen beim Weiden immer dem frischesten Pflanzenwuchs, weshalb das Lammfleisch in Island besonders wohlschmeckend ist. Im Herbst, das heißt im September/Oktober, werden die Tiere zu Pferd zusammengesucht und zurückgetrieben. Dabei müssen die Weidegründe bis zu dreimal durchkämmt werden, um alle Tiere zu finden. Den Winter verbringen sie auf den Weiden im bewohnten Gebiet bzw. im Stall. Der Abtrieb ist eine festliche Angelegenheit. Schulkinder fahren mit Bussen zu den jeweiligen Sammelstellen, großen ''Réttir'' genannten Pferchen. Sie schauen bei der letzten Phase zu oder packen mit an. Für die Erwachsenen gibt es abends einen festlichen Ball. Die wichtigsten Hochweidegebiete finden sich südlich von - und zwischen und , nördlich und nordwestlich des Langjökull und im Osten des Landes zwischen und dem .

Inzwischen nutzt man, etwa in , mit zahlreichen Gewächshäusern, die für den Gemüse- und Obstanbau. Beispielsweise werden Tomaten auf einer Fläche von insgesamt 4 ha unter Glas angebaut, und 2017 wurden 1.334 t Tomaten geerntet.

Die Wiederaufforstung der Wälder ? vor allem mit Birken ? ist ebenfalls ein großes Thema, etwa im Gebiet um die Hauptstadt Reykjavík, in der Umgebung des Vulkans und rund um den in Westisland. 2015 waren 492 km² des Landes bewaldet, was 0,5 % der Landesfläche entsprach.

Fischerei

Aufgrund der Lage auf einem erkennt man deutlich den Phytoplankton als hellblauen Schleier vor allem im Süden und Südosten von Island</ref>

Island ist vom Fischfang abhängig (Fischprodukte machen 42 % der Exporte aus). Zum Schutz der Fischgründe wurde 1631 erstmals eine Schutzzone von 32 n festgelegt. Sie wurde jedoch wieder aufgehoben, und erst im Jahr 1901 wurde eine neue Schutzzone von drei Seemeilen festgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der Einsatz der modernen Fangflotte innerhalb weniger Jahre zur der isländischen Gewässer. Deshalb wurde die Schutzzone 1952 auf vier Seemeilen ausgedehnt. Wegen erneuter Überfischung wurde die Zone 1959 dann auf zwölf Seemeilen erweitert. Anfang der 1970er Jahre brachen die Bestände wirtschaftlich genutzter Fischarten wieder zusammen. Island erweiterte die Schutzzone auf 50 Seemeilen. Es kam wie bereits Ende der 1950er Jahre zum Streit zwischen Island und dem Vereinigten Königreich, denn die Briten waren nicht bereit, die erweiterte Schutzzone zu akzeptieren. Der Streit eskalierte und britische Trawler wurden von Kriegsschiffen begleitet. Dieser zweite wurde schließlich auf dem Verhandlungsweg beigelegt. Da die Erweiterung der Schutzzone auf 50 Seemeilen nicht die erhoffte Wirkung zeigte, wurde die Schutzzone 1975 auf 200 Seemeilen erweitert. Es kam erneut zum Streit zwischen Island und dem Vereinigten Königreich, aber auch der dritte ?Kabeljaukrieg? wurde auf dem Verhandlungsweg beigelegt. Die 200-Meilen-Zone ist heute internationaler Standard und völkerrechtlich anerkannt. Seit 1991 können isländische Fischereiprodukte zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden.

Trotz der Bedeutung der Fischerei sind nur etwa 5,2 % der Arbeitnehmer des Landes direkt auf Booten und weitere 6,7 % in der beschäftigt.

Bis heute betreiben isländische Firmen . Als eines der wenigen verbliebenen Länder weltweit hält das Land an der stark umstrittenen Jagd von Finnwalen und Zwergwalen zur kommerziellen Nutzung fest. Dieser Industriezweig ist stark mit der konventionellen Fischereiindustrie verzahnt.

2019 wurde der Walfang (nach einer Meldung der Deutschen Welle) zunächst ausgesetzt.

Tourismus

Der Tourismus spielt eine große Rolle in der isländischen Wirtschaft. Beliebt sind die Natur, insbesondere die , der Reittourismus und andere Aktivitäten. Während das Land im Jahre 2000 noch von 302.900 ausländischen Touristen besucht wurde, waren es 2014 bereits 998.600, womit sich die Zahl in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht hat.

Der Tourismus ist in den letzten Jahrzehnten für Island zu einer immer wichtigeren Quelle für Deviseneinnahmen geworden. Der Anteil an den Exporterlösen liegt bei dieser Branche mit Stand 2015 bei 31 % und übertrifft damit die isländische wirtschaft und industrie. 2010 waren es noch 18,8 %.

Während im Jahr 1950 noch rund 4000 Besucher nach Island kamen, stieg die Zahl auf etwa 190.000 im Jahr 1995. Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Touristenstrom jährlich in großem Maße zu. Im Jahr 2000 zählte man mit über 300.000 Reisenden erstmals mehr Touristen, als Island damals Einwohner hatte. Zugleich stieg auch die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Gästehäusern sowie auf Bauernhöfen auf dem Land deutlich.

Durch die geographisch abgeschiedene Lage im Nordatlantik profitieren zudem Transportunternehmen von dem ansteigenden Tourismus, da man Island nur per Flugzeug oder mit dem Schiff (Autofähre '''') erreichen kann. Inzwischen wird das starke Wachstum des Tourismus aber auch als belastend wahrgenommen. Ólöf Ýrr Atladóttir, die Direktorin der isländischen Fremdenverkehrsbehörde ''Ferðamálastofa'', hat 2014 die Ansicht geäußert, dass der Tourismus zu schnell gewachsen sei.<ref name="gr"></ref>

Energiewirtschaft

Die .

In den Jahren 2000?2004 lag dabei der Anteil der Großindustrie am Stromverbrauch bei 63,4?64,9 %. Davon zeichnen die für knapp 80 % verantwortlich, sodass deren Anteil am Gesamtstromverbrauch knapp über 50 % liegt, in den kommenden Jahren aber durch Erweiterungen und Neubau noch deutlich steigen soll. Als Gesamterzeugungskapazität stehen ca. 2,4 Gigawatt Leistung von Wasserkraft und Geothermieanlagen zur Verfügung. Ein weiterer Ausbau wird von der Regierung angestrebt. Sie versucht dabei nach eigenen Worten internationale Industrie mit den niedrigsten Strompreisen Europas zu überzeugen. Für die benötigten Energiemengen müssen dabei mit Wasserkraft und neuerdings auch mit Geothermie betriebene Großkraftwerke errichtet werden, was zum Teil erhebliche Eingriffe in die Natur bedingt. Ein Beispiel für ein in diesem Zusammenhang umstrittenes Projekt ist der Bau von , einem Wasserkraftwerk im Osten Islands, dessen Strom vor allem für das der Firma nahe der Ortschaft Verwendung findet.

Um den Umwelteingriff durch die Dämme insbesondere kleiner an das europäische Stromnetz anzubinden und Strom zu exportieren.

Neben der Wasserkraftproduktion, die von 18 TWh auf ca. 36 TWh verdoppelt werden könnte, hat Island insbesondere sehr gute Windenergieressourcen.

Im Jahr 2000 wurde die Umstellung der isländischen Energiewirtschaft auf eine angekündigt,<ref name="spiegelhitze"> In: ''Der Spiegel,'' 5. Juni 2000.</ref> wofür Island damals viel internationale Aufmerksamkeit erhielt. Eine Umsetzung dieses Planes ist jedoch noch nicht erfolgt.

Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

In Island gab es mit Stand Ende 2016 12.901 km von der Straßenverwaltung verwaltete Straßen, wurde der Rechtsverkehr eingeführt, davor galt .

Es gibt in Island keine Autobahnen, allerdings wurde die Straße zwischen und Reykjavík bis in den Vorort zur vierspurigen Schnellstraße ausgebaut. Im Hauptstadtgebiet bestehen inzwischen einige bis zu sechsspurige Ein- und Ausfallstraßen.

Die Ringstraße ist seit August 2019 vollständig asphaltiert. Auch die wichtigsten Landstraßen sind heute weitestgehend asphaltiert. Nebenstraßen, aber abschnittsweise auch Hauptstraßen (vor allem in den Westfjorden), sind oft Schotterstraßen mit unübersichtlicher Streckenführung. Hochlandpisten sind ebenfalls meist Schotterstraßen und erfahren nur eingeschränkten Unterhalt. Schon einzelne Reifenspuren können, aufgrund des sehr losen Bodengefüges, neue Angriffsflächen für Erosion bieten und sich, im schlimmsten Fall, innerhalb weniger Jahre zu ausgewaschenen Bachbetten entwickeln. Nur das Befahren von ausgewiesenen Strecken ist also erlaubt.

Im Winter sind die Hauptstraßen meist geräumt, aber auch dort kann es zu Verkehrsbehinderungen durch Glatteis oder Schneeverwehungen kommen. Daher fahren die meisten Isländer mit Spikes und bevorzugen Autos mit Vierradantrieb. An einzelnen Tagen im Winter können auch Teile der Hauptverbindungsstraßen kurzfristig gesperrt werden.

Flugverkehr

Der größte internationale Flughafen, der , liegt bei , etwa 60 km westlich von Reykjavík. Die örtliche Fluggesellschaft verbindet den Flughafen mit zahlreichen internationalen Zielen auf dem europäischen und amerikanischem Festland. Außerdem gibt es einen Ausweichflughafen in im Osten Islands und drei weitere Flughäfen in , und . Insgesamt gibt es 98 Flugplätze im Land.

Schiffsverkehr

Bedeutende Häfen des Landes sind Akureyri, , Hafnarfjörður, Hornafjörður, Reykjavík, . Letzterer bietet mit der Fähre '''' die einzige zwischen Island und dem europäischen Kontinent (Häfen in Dänemark und auf den -Inseln, bis Ende 2008 auch Norwegen und ). Es gibt in Island keine Flussschifffahrt.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Das Bussystem Strætó in bietet regelmäßige und schnelle Verbindungen sowohl innerhalb Reykjavíks als auch zu den Vororten Seltjarnarnes, Kópavogur, Hafnarfjörður, Garðabær und Mosfellsbær an. Die zentralen Busterminals sind '''' am Ende der Einkaufsstraße Laugavegur, und ''Mjódd'' im Stadtteil . Haltestellen, an denen die Strætó-Busse halten, sind mit einem gelben ?S? gekennzeichnet. Strætó betreibt auch Buslinien im Stadtverkehr von .

Fernverkehr

Strætó bietet auch Fernverbindungen von Reykjavík in die meisten Hauptteile Islands an.

Island hat ein umfassendes Netzwerk aus Fernbuslinien, betrieben von verschiedenen Anbietern. Sie werden vom BSÍ ''(Bifreiðastöð Islands)'' überwacht, welches sich bei dem BSÍ-Terminal in Reykjavík befindet.